Suff Daddy – Suff Sells

Suff Daddy – Suff Sells

Er “düdelt halt so ein bisschen rum und setzt es am Ende irgendwie zusammen”. Keine Wissenschaft wie er selbst sagt, sondern auf den ersten Blick ein ziemlich simples Rezept. Mal mehr Boom Bap, mal mehr Jazz, mal mehr was auch immer. Die richtige Beschreibung gibt es dafür irgendwie nicht, dafür ist die Bandbreite zu groß. Trotzdem haben all seine Beats immer diesen unverwechselbaren Suff-Vibe.

Seit heute ist Suff Daddys neues Album Suff Sells endlich digital erhältlich und ab 1.6. dann auch auf Vinyl.

Unglaubliche 29 Tracks ist das gute Stück stark und beinhaltet sowohl Unmengen genialer Instrumental-Beats, als auch einige Features wie unter anderem wieder mit Miles Bonny oder Phat Kat & Elzhi. Wer letztes Jahr sein Interview auf BERLINMUSIC.TV gesehen hat, durfte ja schon eine exklusive kleine Preview des Elzhi Features hören. Seitdem war das für mich definitiv die Nummer auf die ich am meisten gespannt war. Und das Warten hat sich gelohnt.

Tracks wie Dr. Barnard oder Bad Night Out dürften sich für Suff Fans etwas ungewohnt anhören. Hier greift der Wahlberliner in die Experimentierkiste. Weg von straightem Bass und Snare bestimmt in Bad Night Out zum Beispiel eine dumpfe Pauke die Bassdrum und ein knacksender, klackender Synthie die Melodie, soweit man das überhaupt noch so bezeichnen kann. Aber schon ab Lovin’ You schwingen einem wieder gewohnte Suff Styles ans Ohr.

Trotz der 29 Tracks ist Suff Sells ein schön rundes und abwechslungsreiches Album, das man sich definitiv bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen sollte. Bevor Suff Daddy übrigens Ende des Jahres nach Sydney zieht, lässt er es sich natürlich nicht nehmen, noch mal eine große Deutschland-Runde mit dem neuen Album durch die Clubs zu drehen. Am 31.3. habt ihr die Möglichkeit ihn samt MPC und Plattentasche live bei uns im Atomic zu sehen.