Toro y Moi – So Many Details

Toro y Moi – So Many Details

/ Musik

“I was trying to make a pop record” sagt der sympathische 25-jährige in einem Interview. Da könnte man kurzerhand Angst bekommen, dass es nun mit seinen träumerischen Chillwave Beats vorbei sein könnte. Einen gewissen popigen Touch hatten seine Sounds ja gelegentlich schon, jedoch klangen sie nicht so durchgeplant bzw abgearbeitet und nach Kaugummi wie er selbst sagt.
Prinzipiell ist er auch nicht abgeneigt sich daran zu orientieren was gerade so populär ist, jedoch immer bedacht seinen eigenen Vibe und “Spin'” mit einzubringen.

Der Tune zum Sonntag: Electric Guest – This Head I Hold

/ Musik

Man nehme Beats von Mayer Hawthorne, mische ein Acapella von Gnarls Barkely darüber und fertig ist der Sound von Electric Guest. So in etwa. Nein, so einfach ist das natürlich nicht, auch wenn eine Gewisse Ähnlichkeit zu Barkelys Stimme nicht abzustreiten ist.

Electric Guest ist die nächste Band, die sich seit diesem Jahr in die Reihen der aufstrebenden NuSoul Musiker eingereit hat. Asa Taccone und Matthew Compton heißen die beiden Gründer, die ihren groovige Good-Vibe Soul direkt von Los Angeles’ sonnigen Stränden in die Welt streuen.

Robin Hannibal – Bobby

Robin Hannibal – Bobby

/ Musik

Robin Hannibal ist wohl besser bekannt als Teil des Duos Quadron. Neben Quadron sitzt er allerdings auch bei den Boom Clap Bachelors und Owusu & Hannibal an den Tasten. Selbst meist im Hintergrund, hält Robin in der Produktion der Songs allerdings zum großen Teil die Fäden in der Hand und verschaffte sich dadurch große Aufmerksamkeit bei unterschiedlichsten Größen der Musikbranche.

So erklärt sich Adele höchstpersönlich als großer Fan, Gilles Peterson veröffentlichte erst kürzlich in seiner WorldWideShow ein Hannibal Mixtape und, man mag es kaum glauben, Pharell Williams plant mit Hannibal eine Co-Produktion.

Label mit Seele: analogsoul

Label mit Seele: analogsoul

/ Musik

Ein Plattenlabel, das keines sein will, aber so arbeitet, wie man es sich als Künstler nur träumen kann. analogsoul, ansässig in Leipzig, aber verstreut quer über die Republik, sieht sich selbst als Begegnungsstätte kreativer Musiker abseits des Mainstreams und setzt in seiner musikalischen Ausrichtung auf den Kompromiss zwischen Minimalismus und Komplexität. Ein neuer Trend?

Feist – How Come You Never Go There

Feist – How Come You Never Go There

/ Musik

Vier Jahre ist es nun schon her, dass die kanadische Sängerin ihr großartiges Album The Reminder veröffentlichte. Seit gut einer Woche rumort es nun im digitalen Äther.

Monochrome Teaser sind da aufgetaucht, teils düster mit verzerrten Drumsounds, teils bezaubernd mit den zarten Klängen eines Geigentrios.

All das kündigt das neue Feist-Album Metals an, das im Oktober erscheinen soll. Die wunderbar melancholische Komposition How Come You Never Go There ist schon vorab zu hören und lässt auf Großes hoffen.

Der Tune zum Sonntag: Metronomy – The Look

Der Tune zum Sonntag: Metronomy – The Look

/ Musik

Besser kann man ein Album eigentlich nicht promoten: Mit The Look schicken Metronomy nach der Single She Wants noch vor dem Release ihres dritten Albums The English Riviera (11. April) einen Monster-Ohrwurm hinaus in die Welt, der seit Tagen in sämtlichen Blogs und auf Facebook mit begeistertem Anklang gefeiert wird. Wir feiern mit. Der Tune zum Sonntag…

Toro y Moi – Still Sound

Toro y Moi – Still Sound

/ Musik

Würde man 2010 vertonen wollen, müsste man sich auf jeden Fall von Toro y Moi inspirieren lassen. Im letzten Jahr kam der Mitzwanziger aus South Carolina wie aus dem Nichts mit einem fulminanten Erstlingswerk Causers Of This um die Ecke, mit dem er die Musikredakteure dieser Welt vor eine gewaltige Herausforderung stellte – schließlich gab es noch keinen Namen für die Schublade, in den man Toro y Moi stecken musste.

So wurde Chazwik Bundick, so sein bürgerlicher Name, fast über Nacht zum Pionier eines neuen Musikgenres – das in der Fachwelt mit dem sperrig verklausulierten Begriff Chillwave gebrandmarkt ist – und zum Liebling diverser Radiostationen und Bloggern. So auch von mir.

Umso mehr freut es mich, an dieser Stelle das brandneue Video zu Still Sound präsentieren zu dürfen. Ein mächtiger Appetithappen für Toro y Mois Ende Februar erscheinenden neuen Albums Underneath The Pine, in dem der junge Mann, allem Anschein nach, den Disco-Funk neu erfindet. Und den kostenlosen Download werfen wir auch gleich noch hinterher. Hoch die Tassen!

Chilly Gonzales – You Can Dance

Chilly Gonzales – You Can Dance

/ Musik

Das selbsternannte musikalische Genie Chilly Gonzales kreist seit über zehn Jahren am Firmament des Pop-Himmels, veröffentlichte mehrere Solo-Alben und stand Musikern wie Peaches, Feist oder Jamie Lidell bei ihren Produktionen zur Seite. Nach Jahren in Berlin entstand sein neuestes Werk Ivory Tower im vergangenen Jahr im Umfeld der Pariser Musikszene.

Die Platte versprüht dadurch ein wenig den Sound, den man von bekannten Ed Banger-Produktionen gewohnt ist, schneidet insgesamt aber eine gut hörbare Passage zwischen poppigen Electro-Nummern und anspruchsvollen, jazzigen Song-Arrangements.

You Can Dance ist dabei der wahrscheinlich hit-verdächtigste Titel auf Ivory Tower. Folgerichtig erscheint der Song nun auch als Single, unterstützt von einem wirklich ansprechenden Musikvideo, mit schlagkräftigen Kauf-Argumenten. Have fun watching!

Vorgestellt: Quadron

Vorgestellt: Quadron

/ Musik

Mit der betörenden Stimme der 21-jährigen Coco und klarer melodischer Untermalung von Kollege Robin, haben sie in nördlichen Gefilden bereits überzeugen können, denn der Sound dieses jungen Duos überzeugt weit mehr als das dänisch-hippe Gewand. Quadron ist reiner Klang und ehrlicher Soul.

Wir stießen auf ihr Cover zu Michael Jacksons “Be Mine”, einer Neuinterpretation, die so rein gar nichts und doch so viel mit dem Original zu tun hat, dass es Lust auf mehr machte. Ihr bis jetzt einziges Album (Quadron) erschien im März diesen Jahres und sorgte bereits bei Größen wie Pharell Williams oder LCD Soundsystem für gespitzte Ohren. Aber auch vielen Produzenten und Dj´s ist die Band Quadron bereits bekannt. So auch Anthony Valdez der einen Titel des dänischen Duos in seinem Mix Joy untergebracht hat.

Beim Genießen der Platte schwankt der aufmerksame Zuhörer kurzzeitig zwischen Assoziationen mit Little Dragon oder Lykke Li, bemerkt jedoch schnell, dass es sich hier um aufrichtigen, entspannten “Nu Jazz” handelt, der so angesoult daher kommt, dass man ihm seine Jugendlichkeit schwer abnehmen möchte. Frontfrau Coco ist eine reife, angeborene Musikalität einfach schwer abzuerkennen – sie verleiht den beiden ihr klares Alleinstellungsmerkmal. Anfänger sollte man die beiden sowieso nicht nennen: Robin kollaborierte in früheren Projekten bereits mit Aloe Blacc, Erick Sermon, Wally Bararou, James Murphy oder auch Pharell.